Atemschutzgerät

Der Pressluftatmer ist ein umluftunabhängiges Atemschutzgerät der Feuerwehr.

Wo Feuer ist - ist auch Rauch. Dass dieser Rauch weitaus gefährlicher als das Feuer ist, ist oftmals nicht bekannt. Bereits wenige Atemzüge dieser Rauchgase sind für den Menschen tödlich. Um sich vor dem Rauch zu schützen, tragen die Feuerwehrmänner ein so genanntes Atemschutzgerät.


Dieses Gerät ermöglicht es der Feuerwehr, auch in stark verrauchten Bereichen eine Menschenrettung sowie Brandbekämpfung durchzuführen. Oftmals hört man von Sauerstoff-Flaschen. Dies stimmt jedoch nicht. Ganz im Gegenteil, reiner Sauerstoff ist sogar tödlich. Die Luft, welche sich in den Flaschen befindet, ist ganz normale Atemluft. Ohne zusätzlichen Sauerstoff. Der einzige Unterschied zur Umgebungsluft ist, dass die Luft mit speziellen Filtern von Schadstoffen gereinigt und entölt wurde. Zudem ist die Luft extrem trocken und etwas kühl.

Doch wie funktioniert dieses Atemschutzgerät?

Das Atemschutzgerät besteht aus einer Atemluftflasche, welche auf einer Trägereinheit montiert ist. Diese Trägereinheit wird mit Schulter- und Hüftgurten wie eine Art Rucksack getragen. Von der Atemluftflasche führen Schläuche zu einer Vollgesichtsmaske, über welche der Feuerwehrmann die Atemluft aus der Flasche atmet. Sprich der Atemschutztgeräteträger atmet ähnlich wie ein Taucher unter Wasser Luft aus einer Flasche, welche sich auf seinem Rücken befindet. In der Feuerwehrsprache wird ein solches Atemschutzgerät als umluftunabhängiger Pressluftatmer (PA) bezeichnet.

Da die Atemluftflaschen in Ihrer Baugröße kompakt sein müssen, haben diese nur ein Luftvolumen von 6,8 Liter. Dies sind bei einem Erwachsenen ca. zwei Atemzüge. Um einen größeren Luftvorrat zu haben, muss die Luft unter hohem Druck in die Flaschen gepresst werden. Dies geschieht in Stuttgart auf der Feuerwehrwache 4 im Stadtteil Feuerbach. Die Kollegen der Berufsfeuerwehr befüllen in der dortigen Zentralwerkstatt Atemschutz (ZWA) die Atemluftflaschen mit einem Druck von 300 bar. Dies bedeutet, dass der Luftvorrat in der Flasche von 6 Liter auf ca. 1.636 Liter angestiegen ist. Zwar ist nun ein ausreichender Luftvorrat in der Flasche, jedoch kann die Luft nicht mit diesem hohen Druck (300 bar) vom Menschen eingeatmet werden. Daher werden so genannte Druckminderer eingesetzt. Diese reduzieren die Luft von 300 bar auf einen für den Menschen atembaren Druck.

Ein so genannter Bodyguard überwacht neben der Umgebungstemperatur auch den Luftvorrat des Atemschutzgerätes. Somit weiß der Feuerwehrmann immer wie viel Luft ihm noch zur Verfügung steht. Für den Fall, dass sich der Atemschutzträger über einen gewissen Zeitraum nicht mehr bewegt, löst der Bodyguard einen lauten Alarmton aus. Sprich, wenn ein Feuerwehrmann bewusstlos werden sollte, können ihn seine Kameraden aufgrund des lauten Alarmtones leichter und schneller finden. Im Notfall kann man diesen Alarmton durch drücken eines Knopfes auch manuell auslösen.

 


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  • Atemschutzträger der Feuerwehr Stuttgart
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