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Wasserversorgung 1/4. Alarm - Langwiesenweg, Stuttgart-Wangen
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Wasserversorgung 1/4. Alarm - Langwiesenweg, Stuttgart-Wangen

Pressemeldungen der Branddirektion Stuttgart vom 03.07.2026 - 06.07.2026

Großbrand auf dem Stuttgarter Großmarkt

Die Feuerwehr Stuttgart wurde am Freitagabend gegen 22:40 Uhr zu einem Großbrand auf dem Gelände des Großmarkts in Stuttgart-Wangen alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand eine Lagerhalle in Vollbrand. Das Feuer hatte zu diesem Zeitpunkt bereits auf eine benachbarte Halle übergegriffen.

Die Feuerwehr Stuttgart ist derzeit mit einem Großaufgebot von mehr als 150 Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr sowie der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz. Aktuell sind zwei Drehleitern sowie ein Teleskopmast zur Riegelstellung im Einsatz. Zusätzlich werden mehrere handgeführte Strahlrohre eingesetzt. Um die Löschwasserversorgung sicherzustellen, wird eine Wasserförderung über lange Wegstrecken aufgebaut. Darüber hinaus unterstützen mehrere Großtanklöschfahrzeuge die Einsatzmaßnahmen.

Für Medienvertretende wurde an der Pforte der Hauptzufahrt zum Großmarkt eine Pressesammelstelle eingerichtet.

Bitte verzichten Sie auf telefonische Anfragen an die Integrierte Leitstelle. Presseanfragen richten Sie ausschließlich an das Pressetelefon der Feuerwehr Stuttgart unter 0711 216 73555.

Die Feuerwehr Stuttgart informiert fortlaufend über ihre Social-Media-Kanäle sowie auf ihrer Webseite.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde eine Bevölkerungsinformation im Umkreis von vier Kilometern ausgelöst. In diesem Bereich wird gebeten Fenster & Türen geschlossen zu halten und Klima- und Lüftungsgeräte auszuschalten.

Folgemeldung 1: Stand 05:00 Uhr (04.07.2026)

Stand 5 Uhr ist der Brand nicht unter Kontrolle. Die Brandintensität konnte reduziert und ein Übergreifen des Brandes auf weitere Lagerhallen verhindert werden.

Mittlerweile sind über 200 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr, Werkfeuerwehren, Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk im Einsatz. Auch die Polizei ist mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort.

Starke Rauchentwicklung hält weiter an

Aufgrund des weiter anhaltenden Brandereignisses kommt es zu einer starken Rauchentwicklung. Insbesondere im Bereich Bad Cannstatt kommt es durch den Rauch zu einer starken Geruchsbelästigung und teilweise auch Sichteinschränkungen. Die Messspezialisten der Feuerwehr führen kontinuierliche Luftmessungen durch. Die Bevölkerung wird aufgerufen Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen auszuschalten. Eine entsprechende Bevölkerungswarnung über das Module Warnsystem des Bundes wurde ausgelöst.

Wasserversorgung aus dem Neckar aufgebaut

Mit Hochleistungspumpen bauten Einsatzkräfte der Feuerwehr eine Wasserversorgung aus dem Neckar auf. Neben mehreren Löschrohren vom Boden kommen auch zwei Teleskopmast und zwei Drehleitern mit Wenderohren zum Einsatz.

Umfangreiches Informationsangebot

Die Feuerwehr informiert die Bevölkerung fortlaufend über die Website feuerwehr.stuttgart.de und ihre Social-Media-Kanäle.

Für Pressevertreter ist unter der Telefonnummer 0711 21673555 ein Pressetelefon eingerichtet. Von Rückfragen in der Integrierten Leitstelle Stuttgart ist abzusehen.

Folgemeldung 2: Stand 12:30 Uhr (04.07.2026)

Die Feuerwehr Stuttgart befindet sich weiterhin im Großeinsatz auf dem Stuttgarter Großmarkt. Hier sind zwei Lagerhallen in Brand geraten. 

Nach aufwendigen Löscharbeiten konnte die Einsatzleitung um 12:30 Uhr „Brand unter Kontrolle“ melden. Die Feuerwehr Stuttgart ist weiterhin mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort im Einsatz und wird vom THW unterstützt. Es wird noch mit aufwendigen Löscharbeiten in den kommenden Stunden gerechnet.

Folgemeldung 3: Stand 20:30 Uhr (04.07.2026)

In der Spitze waren über 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und THW gleichzeitig an der Einsatzstelle im Einsatz. Am Samstagmorgen wurden die Einsatzkräfte ausgetauscht. Über den gesamten Zeitraum kamen über 350 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr, Werkfeuerwehr, Rettungsdienst und THW zum Einsatz. Auch die Polizei war mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort im Einsatz.

Brandüberschlag auf weitere Hallen verhindert

Durch einen massiven Löschangriff konnte die Feuerwehr Stuttgart einen Brandüberschlag auf weitere Hallen verhindern. Hierzu kamen drei Drehleitern und zwei Teleskopmasten jeweils mit einem Wasserwerfer und zusätulich sechs handgeführte Löschrohe am Boden zum Einsatz. Zudem wurde ein ferngesteuertes Löschunterstützungsfahrzeug (LUF) im einsturzgefährdeten Bereich eingesetzt. Das der Brandüberschlag in letzter Minute verhindert wurde, konnte anhand von geschmolzenen Hallentoren an den gefährdeten Gebäuden nachvollzogen werden.

Da für die Brandbekämpfung ein sehr großer Wasserbedarf bestand, wurde neben einer Wasserversorgung über lange Wegstrecken auch eine Wasserentnahme aus dem Neckar mittels Hochleistungspumpen durchgeführt. Der Neckar wurde mit einem Feuerwehrboot auf Verschmutzungen kontrolliert.

Eine Feuerwehrdrohne unterstützte dabei die Löschmaßnahmen möglichst effektiv zu gestalten. Über eine Wärmebildkamera konnten die Wasserwerfer exakt eingestellt werden und somit ein maximaler Löscherfolg sichergestellt werden.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung löste die Feuerwehr Stuttgart eine Gefahreninformation aus und forderte Bürgerinnen und Bürger in einem Umkreis von 4.000 Metern um die Brandstelle auf, Fenster und Türen zu schließen sowie Klima- und Lüftungsanlagen abzuschalten. Dieser Radius konnte am Samstagvormittag auf 1.000 Meter reduziert werden und gegen 14:45 Uhr vollständig aufgehoben werden. Die Messspezialisten der Feuerwehr nahmen fortlaufend Luftmessungen in der Umgebung durch. Hierbei konnten teilweise ehebliche Geruchsbelästigungen und Sichtbeeinträchtigungen aber keine kritischen Messergebnisse festgestellt werden.

Eine große Herausforderung bestand darin, dass Teile der Hallen einsturzgefährdet waren und mehrere Brandherde nicht von außen erreicht werden konnten. Durch das angeforderte THW konnten mit mehreren Baggern Gebäudeteile der einsturzgefährdeten Hallen und Brandschutt entfernt werden. Hierdurch stellte sich ein immer besserer Löscheffekt ein.

Am Samstagmittag gegen 12:30 Uhr konnte die Einsatzleitung „Brand unter Kontrolle“ melden. Die Arbeiten von Feuerwehr, THW und Privatunternehmen werden aus Sicherheitsgründen am Samstagabend gegen 21:30 Uhr eingestellt. Die gesamte Nacht wird eine Brandwache der Feuerwehr vor Ort sein. Am Sonntagvormittag wird das weitere Vorgehen zwischen allen Beteiligten abgesprochen.

Über den gesamten Einsatzzeitraum waren alle fünf Feuerwachen der Berufsfeuerwehr und alle 24 Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr in die Einsatzmaßnahmen eingebunden. Sowohl vor Ort an der Einsatzstelle, zur Besetzung der verwaisten Feuerwachen für Paralleleinsätzen und zur Ablösung.

Die Größenordnung des Einsatzes spiegeln auch die Verbrauchsmengen wider. Für den Einsatz waren über 200 Atemschutzgeräte und mehr als 300 Druckschläuche im Einsatz. Um die Einsatzmaterialien wieder schnellstmöglich einsatzbereit zu machen wurde für mehrere Werkstätten der Feuerwehr Stuttgart ein dienstfreier Alarm ausgelöst. Hierdurch stehen weitere Mitarbeiter auch am Wochenende zur Verfügung.

Folgemeldung 4: Stand 14:15 Uhr (05.07.2026)

Eine Brandwache der Feuerwehr war die ganze Nacht an der Brandstelle im Einsatz. Die Einsatzkräfte löschten bei Bedarf aufflammende Brandnester ab. Der Einsatz des THW konnte beendet werden und die weiteren Abbrucharbeiten übernimmt ein privates Unternehmen.

Die Feuerwehr ist Stand Sonntagmittag 14:15 Uhr weiterhin mit einer Brandwache vor Ort. Die Einsatzkräfte löschen brennenden Material vor dem Abtransport ab und löschen verbleibenden Brandnester sobald diese zugänglich sind.

Eine weitere Lagebesprechung ist für 19 Uhr angesetzt. Es ist durchaus möglich, dass der Feuerwehreinsatz bis zum Montag verlängert werden muss.

Folgemeldung 5: Stand 21:15 Uhr (05.07.2026)

Seit Freitagabend 22:40 Uhr ist die Feuerwehr Stuttgart auf dem Stuttgarter Großmarkt im Einsatz. Am Abend hat eine weitere Lagebesprechung vor Ort stattgefunden bei der auch eine Drohne der Feuerwehr zur Lagebewertung zum Einsatz kam. Die weiteren Abrissarbeiten durch ein Privatunternehmen werden über die Nacht ruhen und am Montagmorgen wieder aufgenommen.

Die Feuerwehr Stuttgart wird bis mindestens Montagvormittag weiter im Einsatz sein. Über die Nacht ist ein Löschfahrzeug mit Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr als Brandwache vor Ort um bei einem erneuten Aufflammen den Brand schnell eindämmen zu können. Ab den Morgenstunden wird dann wieder glimmender oder brennender Brandschutt durch die Einsatzkräfte abgelöscht. Die Einsatzkräfte werden regelmäßig zwischen den Stuttgarter Feuerwachen durchgewechselt um die Belastung für die Einsatzkräfte möglichst gering zu halten.

Ein weiteres Lageupdate erfolgt im Laufe des Montagvormittags.

Abschlussmeldung 14:00 Uhr (06.07.2026)

Der Großbrand auf dem Stuttgart Großmarkt ist gelöscht. Die Einsatzleitung der Feuerwehr Stuttgart konnte am Montag um 9 Uhr „Feuer aus“ melden. Am Vormittag laufen noch letzte Aufräumarbeiten der Feuerwehr. Der Großeinsatz der Feuerwehr begann am Freitagabend gegen 22:40 Uhr, er wird nach rund 60 Stunden Dauereinsatz in Kürze enden. Auch in den kommenden Stunden und Tagen ist mit fortschreitenden Abrissarbeiten mit weiteren Feuerwehreinsätzen vor Ort zu rechnen.

Nicht nur an der Einsatzstelle, sondern auch im Hintergrund waren zahlreiche Angehörige der Feuerwehr Stuttgart und weiterer Behörden und Organisationen engagiert: Beispielsweise in der Integrierten Leitstelle Stuttgart sowie in allen Instandhaltungswerkstätten, der Einsatzmittelverwaltung, dem Schutzkleidungslager und in der Transportlogistik. Hierfür wurde bereits am Wochenende dienstfreier Alarm für die betroffenen Mitarbeitenden ausgelöst.

Die Dimension des Großeinsatzes zeigt sich darin, dass über die Gesamtdauer alle 5 Feuerwachen der Berufsfeuerwehr und alle 24 Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Stuttgart in die Einsatzmaßnahmen involviert waren. Es wurden über 200 Atemschutzgeräte und über 300 Feuerwehrschläuche eingesetzt. Weitere Unterstützung kam von den Werkfeuerwehren Mercedes-Benz und Bosch, dem Technischen Hilfswerk (THW) sowie dem Rettungsdienst und den Hilfsorganisationen. Auch die enge Zusammenarbeit mit der Polizei und der Märkte Stuttgart GmbH trugen maßgeblich zum Einsatzerfolg bei. Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper stand in der Brandnacht in telefonischem Kontakt zur Einsatzleitung, um sich ein Bild über die Einsatzlage zu verschaffen.

Bürgermeister Thomas Fuhrmann war am Samstag persönlich an der Einsatzstelle, um sich mit allen Beteiligten auszutauschen. Thomas Fuhrmann ist der Aufsichtsratsvorsitzende der in.Stuttgart Veranstalltungsgesellschaftgart GmbH, zu welcher auch die Märkte Stuttgart GmbH gehört. Er sagte am Samstag in Stuttgart: „Die Bilder vom Großbrand haben mich ebenso wie viele Bürgerinnen und Bürger sehr betroffen gemacht. Ich danke den Einsatzkräften und den Beteiligten ausdrücklich für ihren Einsatz. Es war beeindruckend zu sehen, wie die vielen Zahnräder an der Einsatzstelle ineinandergreifen.“

Auch Ordnungsbürgermeister Dr. Clemens Maier war seit der Anfangsphase in den Einsatz involviert und sagte am Montag in Stuttgart: „Bei diesem Einsatz hat sich einmal mehr die hochprofessionelle Arbeit unserer Feuerwehr Stuttgart gezeigt. Durch den schnellen und entschlossenen Einsatz konnte die schnelle Brandausbreitung gestoppt und weiterer Schaden abgewendet werden. Besonders erleichtert bin ich, dass es keinen Personenschaden gab. Meinen herzlichen Dank an alle Einsatzkräfte und die weiteren beteiligten Personen.“

Amtsleiter und Feuerwehrkommandant Dr. Georg Belge war während der Einsatzmaßnahmen vor Ort und berichtete am Montag von den Herausforderungen: „Die hohe Brandintensität hat unseren Einsatzkräften sehr viel abverlangt. Nur mit einem sehr hohen persönlichen Einsatz konnten sie eine Brandausbreitung verhindern. Dieser Einsatz hat einmal mehr gezeigt, dass wir uns innerhalb der Blaulichtfamilie aufeinander verlassen können. Über 200 Einsatzkräfte haben Hand in Hand zusammengearbeitet - ganz egal welcher Behörde oder Organisation sie angehörten. Hierfür meinen herzlichen Dank an alle Beteiligte.“

Der Geschäftsführer der Märkte Stuttgart GmbH Thomas Lehmann ergänzte: „Wir sind froh und dankbar, dass niemand verletzt wurde und der Brand nun gelöscht werden konnte. Durch den schnellen Einsatz aller Beteiligten konnte ein Übergreifen auf weitere Gebäude verhindert werden. Somit war der Versorgungsauftrag mit Lebensmitteln in der Region Stuttgart zu keiner Zeit gefährdet. Unser Dank geht an alle Einsatzkräfte und unsere Mitarbeitenden für ihren unermüdlichen Einsatz.“


Alarmierte Fahrzeuge der Feuerwehr Stuttgart

Freiwillige Feuerwehr Stammheim

 

 

Freiwillige Feuerwehr Zazenhausen

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Quelle Fotos:

Freiwillige Feuerwehr Stuttgart Abteilung Stammheim,  Freiwillige Feuerwehr Stuttgart Abteilung Zazenhausen